Der kleine Prinz 2017

Aufführung "Der kleine Prinz"

"Der kleine Prinz" bereitete großes Vergnügen   (RNZ Mosbach, 30.06.2017, Uwe Köbler)

Grundschule Limbach setzte Kindermusical einfallsreich in Szene - Publikum von jungen Darstellern und Musikern begeistert

"Konzentriert und sauber spielen", forderte Josef Backi zu Beginn von seinen Schülern aus der Kooperation der Grundschule mit den Musikvereinen Limbach und Heidersbach. Und weil sich nicht nur seine Blechbläser, sondern auch die Trommelgruppe der Klasse 4a (Leitung: Julia Barginde), die Rhythmikklasse von Simone Schäfer, der Schulchor, angeleitet von Nadine Link, und zuvorderst die Theater AG der Grundschule Limbach unter Regie von Susanne Knapp an diese Vorgabe hielten, erlebten die Zuschauer der voll besetzten Limbacher Sporthalle einen schönen Musicalabend. Es war eine Freude zu erleben, mit wie viel Enthusiasmus die Kinder den sicher nicht einfachen Stoff von "Der kleine Prinz" aus der Feder von Antoine de Saint- Exupéry als Singspiel darboten. 

Die Gäste, darunter auch Bürgermeister Bruno Stipp, wurden dabei nicht nur musikalisch und optisch (anhand von Bildern) mitgenommen, sondern fühlen sich auch teilweise direkt in die Handlung hineinversetzt. Besonders in den Abschnitten, die in der Wüste spielten, denn in der Limbacher Halle herrschte gefühlt das dortige Klima. Doch auch das hielt das Publikum hielt ab, den etwa 100 kleinen Künstlern den Applaus zu spenden, den sie wahrlich verdient hatten.

Nach der kurzen Begrüßung durch Rektor Bernhard Klenk war in dem beim Carus- Verlag erschienen Singspiel zunächst ein alter Mann in einem großen Sessel zu sehen, der sich alte Bilder anschaute. Sah er da eine Schlange, die einen Elefanten verschluckte oder doch nur einen grünen Hut, von dem der über 60 Stimmen starke Chor sang? Ansichtssache, so wie vieles in dem von Basti Bund bearbeiteten Singspiel- Satz.

Auf jeden Fall wurde aus dem Alten plötzlich ein Pilot, der während einer Flugzeugreparatur auf den kleinen Prinzen trifft. Der kommt direkt von dem kleinen Asteroiden B 612, der der Prinz dann auch gleich mit Wort und Musik musikalisch vorstellt. Sein Besitz sind drei kleine Vulkane, die er regelmäßig kehren muss und eine keine Rose, deren größtes Problem die Zugluft ist. Beides sehr gut dargestellt, genau wie die anschließende Rundreise zu diversen Planeten. Der Prinz besuchte den Planeten des Königs, der die Sterne befehligen kann, den Planeten des Säufers, der genau wie der Chor in seinem Lied "Große Leute sind sonderbar" zur humorigen Erwachsenenschelte ansetzt, zum Planten der Geschäftsfrau, die Sterne ganz genau zählt und dem des Laternenanzünders, der die Straßen erhellt oder verdunkelt, grad, wie es ihm befohlen wird. Eine Dunkelphase nutzen die jungen Laienspieler dann für eine wohlverdiente Pause, in dem der Elternbeirat der Grundschule Limbach, die in Laudenberg ansässig ist, für kühle Erfrischungen sorgte. Auch beim spielenden Personal auf der Bühne wurde munter durchgewechselt, was aber der Spielfreude überhaupt keinen Abbruch tat. Der Geograf war ebenso gut drauf, wie die Schlange in der Wüste, die Kopfrosen oder der Fuchs. Von dem stammt übrigens der oft zitierte Satz "man sieht nur mit dem Herzen gut". Neben guten Requisiten und aufmerksamen Musikern sorgten auch Videosequenzen, wie die Zähmung des Fuchse durch den kleinen Prinzen für beste Unterhaltung.

Ausgeklügelt und bunt auch das Schlussbild nach über 90 Minuten Kindermusical, als sich der kleinen Prinz verabschiedet und aus dem Piloten wieder der alte Mann wird. Das Schlussbild gleicht dem Anfangsbild, ehe der große Chor dafür sorgt, dass der kleine Prinz bzw. wegen de Rollentausches nach der Pause zwei kleine Prinzen am Ende im Rampenlicht stehen.

Das Publikum war begeistert, stand auf und spendete lange anhaltenden Beifall. Bernhard Klenk dankte dann noch allen Mitwirkenden hinter den Kulissen für ihren Einsatz und den Aktiven für die intensive Probearbeit, allen voran den beiden Spielleiterinnen Nadine Link und Susanne Knapp. "Ich bin richtig stolz auf unsere Grundschüler, die keine Nervosität zeigten und toll abgeliefert haben", so der Rektor. Der heimste dann zum Abschluss aber noch fast mehr Applaus ein als alle Akteure. Wie? Mit der Bemerkung, dass morgen kollektiv die erste Stunde entfällt und alle "Schauspieler, Sänger, Trommler, Blechbläser, Requisiteure usw." erst eine Stunde später in Laudenberg erscheinen müssen.

 

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